Warum meine Kunst dort weitermacht, wo Worte für das Leid der Pferde enden.

Veröffentlicht am 27. Februar 2026 um 21:44

Seit etlichen Monaten wühle ich mich durch Tierschutzskandale im Reitsport, sowohl national als auch international, durch Studien, die beweisen, was Funktionäre und Profireiter nicht sehen oder nicht sehen wollen, freue ich mich über neue Erkenntnisse und ärgere mich darüber, wenn sie ignoriert werden.

Ein System, das bereits am Boden liegt, versucht sich krampfhaft, trotz immer stärkeren Verlusts der Social License to Operate, am Leben zu erhalten.

Und da das System nicht von Grund auf neu aufgestellt, sondern lediglich hier und da ein Pflaster aufgeklebt wird, vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein neuer Tierschutzskandal im Reitsport ans Tageslicht kommt.

Egal, welchen Skandal wir nehmen. Jeder ist schwer zu ertragen, wenn man sich das Wissen angeeignet hat, das einem klar macht, mit was für physischem Schmerz und psychischem Leid jedes Fehlverhalten für das Pferd verbunden ist.

 

Diese Arbeit ist also nicht gerade leicht, manchmal sogar wirklich belastend, und das sind die Momente, in denen ich meine künstlerische Arbeit wie ein Ventil für mich nutze und den Pferden damit eine ganz andere Stimme geben kann, als die der Rationalität.

Und so entstehen Bilder, expressionistisch bis abstrakt, die manchmal wie ein Schlag in die Magengrube daherkommen, und mal das Herz zutiefst berühren. Diese tauchen tief in das Seelenleben der Pferde ein, fangen seine Reaktion auf einer ganz eigenen Ebene ein und werden im Buch theoretisch untermauert.

Die Wirkung meiner Mehrfach-Säulen, die jahrzehntelange Praxis als Reiterin und Reitlehrerin, mein Studium zur Verhaltenstherapeutin für Pferde, meine Leidenschaft für das Schreiben, von Kindesbeinen an, und der künstlerische Ausdruck durch meine Bilder bilden ein besonders starkes Instrumentarium für die dringend notwendige Aufklärung über das System Gewalt gegen das Pferd, aber auch für die Ausarbeitung und Begehung eines neuen Weges in eine gewaltlose Zukunft mit dem Pferd.

Herzliche Grüße

Regina Rheinwald

Wenn Sie mehr erfahren möchten, lade ich Sie hier ein.