Was vorher geschah:
In fast allen großen Medien konnte man in den letzten Tagen darüber lesen, dass Frau Isabell Werth über Stalker berichtet, die ihr im Internet folgen würden und über Hate-Kommentare und über eine verrückte Welt.
Ja, diese verrückte digitale Welt in den sozialen Medien gibt es und Hass und Hetze gibt es ebenso. Alle, die sich öffentlich äußern, kenne das. Und zwar seit Jahren. Und wir alle würden das am liebsten heute als morgen abgestellt sehen, aber noch sind wir davon weit entfernt.
Es sei denn, man kritisiert den Reitsport
Es sei denn, man kritisiert den Reitsport, so wie er sich heute präsentiert, nennt Namen, die zu diesem "Zirkus" dazugehören, und wagt es womöglich, diesen nachzuweisen, dass ihr Reiten nicht dem Wohl der Pferde dient.
Dann nämlich lässt die FEI (International Reiterliche Vereinigung) das Netz nach Tierschützer-innen und kritischen Äußerungen zu den Ritten in Zusammenhang mit Großveranstaltungen durchkämmen und nennt es: Schutz der Athletinnen und Athleten vor Hass und Hetze. (Mehr dazu können sie lesen in: Link zu Amazon: "Systemkollaps - Vom System Gewalt gegen das Pferd im Reitsport zur wirklichen Partnerschaft).
Dort finden Sie auch den Brief, den Isabell Werth und ein paar andere an die FEI geschrieben haben, bevor diese Maßnahmen ergriffen wurden.
Die Unterschriften-Aktion
Und jetzt aktuell gab es die Vorwürfe der Isabell Werth, die viele als Angriff auf die Kritik sehen, nicht gegen Hass und Hetze. Eins steht jedenfalls fest: Hass und Hetze hat sie mit ihren Äußerungen vielleicht sogar noch angeheizt, denn kaum gab ich die Unterschriften-Aktion (Link zur Unterschriften-Aktion) "Wir sind keine Stalker, wir sind keine Hater" bekannt, konnte ich zusehen, wie die Kommentare auch bei mir von Hass und Hetze geprägt waren.
Hier ein paar Ausschnitte, die zeigen, wer hier hetzt (und wem man es unterstellt):
Aber: Es gibt auch eine positive Seite!
Viele haben sich in die Liste der Unterschriften-Aktion (Link) eingetragen. Meist haben sie noch ihre eigenen Beweggründe mit dazu geschrieben!
Hier kommen ein paar wenige Auszüge:
Nachricht:
Wenn man tiergerecht reiten würde, müsste man keine Angst vor Stalkern haben.
Nachricht:
Frau Wert ist mit verantwortlich dafür, dass es umfangreiche Kritik am Pferdesport gibt
Nachricht:
Danke für deinen unermüdlichen Einsatz! Weiter so, wir sind alle mit dir!
Nachricht:
Sachliche Kritik muss erlaubt sein und ist zum Wohl der Pferde auch dringend nötig!
Nachricht:
Als ehemalige Reiterin, Trainerin und Pferdeosteopathin machen mich Bilder, wie sie im Sport zu sehen sind seit mehr als 30 Jahren traurig.
Ich bin kein Stalker, kein Hater, ich bin nicht verantwortlich für Isabell Werths verrückte Welt und ihre Anschauung!
Mein Einsatz gilt ausschließlich dem Wohl des Pferdes, seinem Schutz und seiner awurde. Ich fordere Transparenz, benenne Misstände und übe sachliche Kritik. Dies mache ich aus Verantwortung dem Partner Pferd gegenüber.
Demnächst mehr zu dieser Aktion!
Über Regina Rheinwald
Regina Rheinwald blickt auf eine jahrzehntelange Erfahrung im Pferdesport zurück. Als ehemalige Reiterin, Turnierreiterin, Inhaberin einer Reitschule, die Mitglied im Landesverband der Reit- und Fahrvereine war, kennt sie die Strukturen des Systems von innen.
Ihre fundierte Expertise wird durch ein Studium der Ethologie des Pferdes an einer Schweizer Privatakademie, ihrer Arbeit als Verhaltenstherapeutin für Pferde, sowie als Autorin von Büchern und Fachartikeln ergänzt.
2015 erschütterte sie die Pferdewelt mit ihrem investigativen Buch, das die Gewalt im Reitsport erst einmal bewies und die Reiterwelt einmal ordentlich durchgeschüttelt hat:
2015: Ein Buch, das nie erschien – vom System Gewalt gegen das Pferd (Link zu Amazon)
2026: Systemkollaps! Vom System Gewalt gegen das Pferd im Reitsport zur wirklichen Partnerschaft! (Link zu Amazon)
Künstlerisch ist sie in ihrem kleinen Atelier in der Lüneburger Heide aktiv.